“Krebse haben es gern, lebendig gekocht zu werden. Das ist kein Witz, wie häufig kann man das hören und hat es schon selbst gesagt. Der Mensch besitzt die Eigenschaft, Leiden, die er nicht sehen will, auch nicht zu sehen. Und Leiden, die von ihm selbst verursacht werden, will er nicht sehen … Krebse haben es gern, lebendig gekocht zu werden.” Wie seltsam, dass schon Lew Nikolajewitsch Tolstoi dieses Phänomen zu seiner Zeit erkannt und es zu Papier gebracht hat.
Leider passiert das in der heutigen Zeit weniger. Als Mensch, der über das, was er isst gründlich nachdenkt und anschließend beschließt Vegetarier zu werden, macht sich das Gros lustig. Statt sich zu fragen, ob man in der Lage wäre, das, was man essen möchte selber zu jagen, zu töten, zu zerlegen und zuzubereiten, wird herzhaft zugelangt und sich gedacht: “Is ja eh schon tot. Mir doch egal”.
Umso erfreulicher ist es, dass sogar Prince Charles nun Front gegen solch abartigen Unappetitlichkeiten wie Gänsestopfleber macht. Seinen Küchenchefs wurde untersagt diese Spezialität auf den königlichen Tisch zu bringen. Außerdem will der Prinz die königliche Empfehlung für eines seiner bevorzugten Delikatessengeschäfte überprüfen lassen, da dieses Gänsestopleber im Sortiment führt. Auch eines der bekanntesten britischen Restaurants hat letzte Woche die Stopfleber aus seinem Menü gestrichen.
Die Produktion von Foie Gras ist in Großbritannien schon längst verboten, der Import jedoch zulässig. In letzter Zeit wird der Protest gegen diese Spezialität jedoch immer lauter, nicht zuletzt wegen der unvorstellbaren Tierquälerei, die dahinter steckt: “Jährlich werden alleine in Frankreich etwa 15 Millionen weiblicher Küken direkt nach der Geburt am Fließband aussortiert und lebend in den Schredder geworfen, da für die Foie gras Produktion nur Erpel verwendet werden, s. Video: http://www.stopgavage.com/enquete/video.php.
In großen Industriehallen werden Tausende von Vögeln in enge Käfige eingepfercht. Sie können weder aufstehen, noch sich umdrehen oder auch nur die Flügel ausstrecken. Mit einem langen Metallrohr, das ihnen gewaltsam durch die Speiseröhre in den Magen gestoßen wird werden die Tiere gestopft, so dass die Leber in nur 2-3 Wochen auf das 10-fache ihres normalen Gewichts anwächst: Atemnot, Halsverletzungen, Knochenbrüche, Leberzirrhose, Herzversagen, Nierenversagen und Leberblutungen. Alleine in Frankreich sterben jedes Jahr 1 Million Gänse an den Folgen des Stopfens.
Bei der Schlachtung werden die Vögel kopfüber an den Füßen aufgehängt und auf dem Fließband in ein Elektrobad getaucht. Vögel die ihre Köpfe einziehen bleiben unbetäubt und ihnen wird bei vollem Bewusstsein die Kehle durchgeschnitten. Fotos: http://www.stopgavage.com/photos.php” (Quelle: Peta)
Wer was dagegen unternehmen will, findet E-Mail Adressen auf der Peta-Seite …

