Carla und Sarkozy hauchen leis OUI

February 2nd, 2008 § 0 comments § permalink

Warum sie das getan haben weiß ja nun wirklich jeder. Sie, weil sie eine mediengeile Schlampe ist und er, weil er ein notgeiler alter Sack ist, der sich von seiner Ollen gedemütigt gefühlt hat. Jaja sehr plump und ordinär zusammengefasst, aber für Hochtrabendes bleibt an dieser Stelle einfach kein Platz.

Ich frage mich stattdessen lediglich nur zwei Dinge. Zum einen würde ich zu gern wissen, wie lang die Franzosen brauchen, um herauszufinden, dass sie da eine kleine Mischung aus Napoleon, 50 Cent und Gerd Schröder als Staatschef sitzen haben (und was da politisch rauskommt kann man sich ja halbwegs zusammen phantasieren).

Und zum anderen frage ich mich, ob dieses Modell Schule machen wird. Wann wird Angela Merkel ihren Mann verlassen, um Til Schweiger zu ehelichen, nachdem sie mit ihm einen kuscheligen Urlaub an der Ostsee verbracht hat? Wird Angie eine gute Stiefmutter sein? Und kann sie Beruf, Karriere und die Pflichten als Hausfrau unter einen Hut bringen? Wird sie fortan ihren Mann die Pressekonferenzen halten lassen, der diese dann mit humoristischen Stunteinlagen versehen wird? Wird es uns dadurch wirtschaftlich besser gehen? Oder werden sich das deutsche und das französische Volk schließlich zusammentun, um dem ganzen Treiben in den oberen politischen Abteilungen ein Ende zu setzen? Fragen über Fragen …

Karneval im Selbstversuch

February 1st, 2008 § 0 comments § permalink

Nachdem ich von Haus aus eine grundsolide Ranger – Ausbildung genossen habe, dachte ich: Mich kann nichts mehr erschüttern. Heute, einen Tag nach Weiberfastnacht, weiß ich leider mehr.

Der Tag begann schon denkbar schlecht mit einem Vorstellungsgespräch, das ich wegen Zeitknappheit noch vor die Feierlichkeiten in Köln schieben musste. Da ich immer sehr nervös vor solchen Gesprächen bin konnte ich erwartungsgemäß die ganze Nacht vorher kaum schlafen. Völlig übernächtigt griff ich zielsicher morgens an meinem Bewerbungs-Outfit vorbei und schmiss mich in mein Rotkäppchen-Kostüm. In aller Eile nahm ich noch eine Sprudelflasche aus dem Kühlschrank heraus und merkte leider erst nach den ersten Zügen, dass dies die Flasche war, in die ich am Abend vorher ein Wodka-Gemisch eingefüllt hatte. Als ich dann meine Tasche greifen wollte um zu gehen, fiel mir erst der Kostüm-Irrtum auf. In einer viertel Stunde schaffte ich es mir noch einmal die Zähne zu putzen (zuerst mit Enthaarungscreme und dann noch mal mit Zahnpasta – die Tuben ähneln sich leider sehr stark) und mein Kleider–Ensemble für die Bewebung überzuziehen. Die rot geschminkten Bäckchen und die angeklebten Wimpern konnte ich allerdings aus Zeitgründen nicht mehr entfernen.

Wie eine verschlafene polnische Durchschnitts–Prostituierte saß ich dann im Bewerbungsgespräch und schaffte es kaum einen geraden Satz heraus zu bringen. Alles, worüber ich mir vorher noch Gedanken gemacht und worüber ich mich informiert hatte, war weg. Stattdessen schien sich nun an dem freigewordenen Platz im Gehirn wieder einmal der kleine Bruder der Migräne, der Kopfschmerz, breit zu machen. Als ich nach einer halben Stunde auf dem Weg zu meinem Auto war konnte ich kaum glauben, wie Scheiße es für mich gelaufen war. Aber es nützte ja nichts sich alle paar Meter die Hand vor die Stirn zu hauen. Ich musste schließlich nach Köln.

Dort angekommen mussten wir, mittlerweile ein kleines Grüppchen, feststellen, dass man nachmittags in keine Lokalität wegen Überfüllung einkehren darf. Außerdem stellten wir durch Beobachten fest, dass Security – Menschen ein Aggressionsproblem haben und gern auch Frauen in den Unterleib treten. Da gingen wir lieber zu Subway und warteten auf bessere Zeiten. Am frühen Abend konnten wir auf ein Party-Schiff gehen, auf dem extrem viele unter 16- jährige zu finden waren und nicht verkleidete Menschen, die auf Ärger aus waren (oder Drogen verkaufen wollten).

Wir stellten fest, dass wir uns in der Zeit bei Subway zu wenig um unseren Pegel gekümmert hatten und nun nicht mehr das aufholen konnten, woran die anderen Partygäste seit den frühen Morgenstunden scheinbar unermüdlich gearbeitet hatten. Im leicht angetüterten Zustand kann man es dann auch nicht so gut verarbeiten, wenn einem vor die Füße gekotzt wird oder einem Männer mit geschürzten Lippen in den Ausschnitt stürzen. Und Techno-Musik ist so auch kaum zu ertragen. Außerdem kamen wir uns in unseren Kostümen auch ein bisschen spießig vor. Wir hätten vielleicht als Nutten gehen sollen (wie die Gruppe der 12- 20 jährigen).

Außerdem sollte man in einer Frauengruppe auf eine gerade Anzahl Mitfeiernder achten. Wenn man dies nicht tut, fühlt sich eine immer als ungeliebtes Einzelschicksal und sorgt für schlechte Stimmung.

Ein anderer wichtiger Punkt sind die öffentlichen Verkehrsmittel. Unbedingt sollte man sich nach dem letzten Zug, der gen Heimat fährt rechtzeitig erkundigen (Köln-Dortmund 22.21 Uhr), sonst muss man womöglich bis sechs Uhr morgens warten und diese Zeit kann extrem lang werden, wenn schlechte Stimmung herrscht (siehe vorherigen Punkt).

Und ganz wichtig ist das richtige Regions–Karnevals–Vokabular. Es kommt weder lustig noch extravagant mitten in einer Warteschlange laut „Helau“ zu rufen, wenn man sich in Köln befindet. Auch ist es nicht zu verzeihen, statt Karneval  „Fasching“ zu sagen. Und wer die falschen Karnevalslieder singt fliegt eh raus.

Alles in allem ist Karneval also eine komplizierte und nur temporär spaßige Angelegenheit. Nichtsdestoweniger gilt aber in meinem Fall: Lieber Karneval, als Vorstellungsgespräche …

Where am I?

You are currently viewing the archives for February, 2008 at anjejackert.de.