Michael Schumacher ist wie MacGyver. Angus MacGyver, der Mann aus der 80er Jahre Erfolgsserie, mit der unorthodoxen Vokuhila (Vorne kurz hinten lang) – Frisur konnte alles, so lange er nur ein Schweizer Messer, eine Kugelschreibermiene und eine Rolle schnöden Klebebands dabei hatte.
Ja, MacGyver war ein Tausendsasser. Michael Schumacher ist da nicht anders. Zunächst überrascht der Rennfahrer – Rentner mit seiner temporären Rückkehr ins Formel 1 Cockpit, nun fliegt er auch noch in die unendlichen Weiten des Alls und spielt im Horst Schlämmer-Film sich selbst (wie ulkig). Selbstredend dribbelt er ab und zu den Fußball bei ein paar Benefiz-Turnieren, fährt für den gleichen Zweck Ski, vermarktet alles, wo sein schnittiges Kinn drauf ist und fährt – ganz familiär und ebenso telegen – seine Frau zu Pferdereitturnieren, um am Zaun zu stehen und in die Kameras zu winken.
Es scheint fast, als hätte der 40-jährige statt einem ehrgeizigen und straffen Terminkalender, einen Zwilling, der die ganzen Aufgaben mit abarbeitet. Aber Michael Schumacher ist eben doch nur eine Person. Zwar nicht mit Klebeband, Schweizer Messer und einer blühenden Phantasie, dafür aber mit Willy Weber (seinem Manager mit lächerlich großer Golduhr am Handgelenk), einem kleinen Bruder (dem der große jetzt noch mal zeigt, wie man ein Formel 1 Auto richtig fährt und Moped dazu) und einem untrügerischen Gespür für die beste Zeit, um sich wieder ins Gespräch zu bringen (und die alten Fan-Artikel doch noch unters Volk zu bringen). Chapeau, man muss kein MacGyver sein, um zu wissen das die Rechnung aufgehen wird. -Man kann ihm jedoch nur wünschen, dass er nicht – wie MacGyver im wahren Leben – Kati Witt sexuelle Gefälligkeiten erweisen muss…so weit sollte er nicht gehen…..NEIN!