Doch!
Niemand ist eine Insel
February 15th, 2009 § 0 comments § permalink
Insel-Knöllchen
January 17th, 2009 § 6 comments § permalink
Ich wohne seit ein paar Wochen auf einer Insel und lebe in einem Haus, dessen Einfahrt verwaist ist, da niemand ein Auto besitzt -außer mir-. Also parke ich in der Einfahrt. Törichterweise habe ich mir nie etwas dabei gedacht. Ich hatte keine Ahnung von der großen Parplatznot oder von fußkranken Insulanern, die keinen Meter (von der Straße zum Haus sind es 7 Schritte) weit laufen können. Dementsprechend überrascht war ich, als ich eines Nachmittages diesen kleinen Zettel an meinem Auto fand.
Die sanftmütigen und gelassenen Insulaner zeigen sich hier zweifelsohne von ihrer besten Seite: Engagiert, aber bildungstechnisch nicht ganz ausgereift. Da ich selber so manches Mal meine liebe Müh mit der Rechtschreibung und Interpunktion habe, in diesem Falle jedoch schnelle Hilfe unumgänglich war, verbesserte ich, was ich besser wusste und klemmte es zurück an das andere Auto. Ist doch Ehrensache!
Wie seltsam …
December 5th, 2008 § 2 comments § permalink
…es doch ist, wenn das eigene Leben oder zumindest die Dinge, die dazu gehören in einen 7,5 t Laster passen. Alles handlich und bruchsicher verpackt. Vorher, beim Packen, kommen einem solche Gedanken wie: „Brauche ich den Plunder wirklich?“ oder „Besitz belastet. Und viel Besitz, belastet mehr.“ Ich kann seit Wochen schon nicht mehr richtig schlafen, weil ich Angst habe, irgendetwas könnte den beschwerlichen Weg gen Norden übers Wasser auf eine Insel nicht überleben.
Für Samstagmorgen –den Tag des Umzuges- habe ich mir schon eine flammende Rede überlegt und mir die nötigen Gesten zur Untermalung und Bekräftigung des Gesagten angeeignet. Sollte ein Möbelpacker schräg gucken, trage ich alles selber und fahre den LKW die paar Kilometer allein. Pah! Ich bilde mir just in diesem Moment ein furchtlos und unerschrocken zu sein, dabei war ich gerade noch kurz davor alles wieder auszupacken und mich heulend ins Bett zu legen. Umzüge gehen aufs Gemüt.
Weihnachten kann kommen …
November 18th, 2008 § 2 comments § permalink
Kennt Ihr das…
June 4th, 2008 § 6 comments § permalink
aus vollem Herzen lachen und sich danach verschämt umgucken und sich ob seines schlechten und inkorrekten Humors schämen? Ja? Dann ist das genau das Richtige: http://neispinnsch.blogspot.com/2008/05/mir-fehlt-nur-noch-ein-panini-bild.html
Hundebesitzer
June 3rd, 2008 § 3 comments § permalink
Verdammt! Heute ist es trotz wohldurchdachter Vorbereitungen zu einem zufälligen Treffen mit der nervigsten Hundebesitzerin des ganzen Stadtgebiets gekommen.
Dabei hatte ich mir alles so gut überlegt: Den Hinterausgang nehmen und sich vorsichtig samt Pflegehund in Richtung Auto bewegen. Hund währenddessen mit Leckerchen ablenken. Ins Auto steigen und in den 10 Kilometer entfernten Wald fahren. Dort anderen Hundebesitzern, mit der von weitem bekundeten Aussage: „Die ist bissig!“, Angst machen. In diesem fremden Gebiet weiß ja schließlich niemand, dass der Hund schon 15 Jahre alt ist und kaum noch richtig kauen kann. Da sie aber auch nicht mehr besonders gut sehen kann, knurrt sie sobald ein undefinierbares Objekt in ihre Nähe kommt. Das schreckt ab.
Innerhalb von zwei Wochen wussten alle Hundebesitzer, die regelmäßig in diesen Wald gehen bescheid und machten einen großen freundlichen Bogen um uns. Alle, außer einer. Klaus mit seiner Dackeldame Chiara scheint es egal zu sein, ob sein Schützling angefallen wird. Hauptsache Klaus kann endlich mal jemandem seine Lebensgeschichte und die seines Hundes erzählen. Klaus ist Rentner, hat zwei künstliche Kniegelenke, Arthrose und „einen schlimmen Rücken“. Ich denke nächste Woche sind wir soweit, dass er mir von seinen missratenen Kindern erzählen wird (er hat da schon sowas angedeutet). Chiara macht ihm auch nur Sorgen. Gerade mal sieben Jahre alt, wurde sie schon an der Hüfte operiert „völlig überzüchtet das Tier“ meint Klaus. „Aber einen super Stammbaum hat sie. Da könnte noch unsereins eifersüchtig drauf sein, gell Chiara?“ Die Vorstellung, dass ich von einem Rauhaardackel abstammen soll, löst in mir nicht gerade Frohlockung aus und ich schaue auf die Uhr: „Ach, schon soooooooooooo spät? Na, da müssen wir aber jetzt. Tschüss Klaus!“
Mit Klaus zu reden ist allerdings immer noch angenehmer, als mit Frau Schmidtmann von gegenüber. Sie hat so einen fiesen kleinen Hund, Pekinese glaube ich, der Fleur heißt. Frau Schmidtmann lauert so lange am Küchenfenster, bis irgendjemand aus der Nachbarschaft mit seinem Hund auf der Straße erscheint. Dann kommt sie blitzschnell, meist in sehr legerem Dress, auf einen zugeschossen und sagt: „Na so ein Zufall, die Fleur und ich wollten auch gerade spazieren gehen!“ Wenn dieser Satz fällt ist es für alle Fluchtversuche zu spät. Frau Schmidtmann redet und redet und redet, wie das Duracell-Häschen. Ab und zu stellt sie indiskrete Fragen zum eigenen Lebenswandel und zur familiären Situation und schließt dann mit den Worten: „Sie wissen ja wie das ist, die Leute reden immerzu und zerreißen sich das Maul…jaja so sind die Menschen.“ Dass Frau Schmidtmann eigentlich selber so ist, darauf kommt Frau Schmidtmann nicht.
Eben so einer Begegnung wollte ich an diesem Morgen unbedingt aus dem Weg gehen. Allerdings fuhr ich gerade in dem Moment in die Straße, als Frau Schmidtmann gerade das Haus verließ. Sie flog förmlich mir Fleur, diesem hässlichen Köter, auf dem Arm zu mir. Als sie mir „na wir haben uns aber schon lange nicht mehr gesehen“ entgegen flötete, wusste ich: Unter einer Stunde komme ich hier nicht weg. Doch da überraschte mich mein Hund: Er knurrte und bellte und Frau Schmidtmann bekam Angst um ihre „sensible Fleur“.
Ich habe nach diesen Hundebesitzer-auf-Probe-Wochen für mich beschlossen, mir erst einen eigenen Hund anzuschaffen, wenn ich alt und vereinsamt bin.



