Eine meiner schlimmsten Befürchtungen wurde dieser Tage reichlich genährt. Im Grunde ist es eigentlich keine echte Befürchtung, sondern mehr eine freudige Erwartung mit einem Schuss unbeholfenem Schrecken oder zufriedenem Schauer, der einem bei einem bestimmten Gedanken über den Rücken läuft. –
Vor einem Jahr habe ich meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt eher mäßig eingeschätzt: Viel Konkurrenz, viele fähige, studierte, intelligente Leute mit guten Beziehungen. Denn: Beziehungen in der heutigen Zeit schaden nur dem, der keine hat – sagt das kleine Arbeits-Einmaleins. Mit meinem Nischen-Studium sah ich eigentlich als realistischsten Ausweg nur, mir irgendwann einen Posthorn-Aufkleber auf mein damals noch quietsch-gelbes Auto zu kleben, das Fenster bei Wind und Wetter einen winzigen Spalt offen zu lassen, um mir als mobiler Briefkasten ein Handgeld dazu zu verdienen.
Heute sehe ich das anders. Als Frau in der Arbeitswelt bin ich in der Minderheit. Nicht, weil die Männer so sexistische Arschlöcher wären. Nein, weil Frauen gern selbst die Parole „Emanzipation und Selbstbestimmung“ heraus brüllen, um einen Moment später schwungvoll über die eigenen Füßchen zu stolpern. Die eine Hälfte Frauen wird vor dem 18ten Lebensjahr schwanger und meint, dass sei besser als ein erlernter Beruf oder ein qualifizierter Schulabschluss. Andere Frauen machen Abi, eine Ausbildung oder sogar ein Studium, um sich dann von einem Lebensabschnittsgefährten in die Parade latschen zu lassen. Also bleiben auch die über kurz oder lang zuhause, pflegen die Reihenhaushälfte, den Golden Retriever, die Perlenohrringe, den VW Polo und irgendwann eine ausgewachsene Depression, um dann einem Psychologen die Ohren über ihre vertanen Chancen voll zu nöhlen.
Ein Professor von mir hat damals mal gesagt: „Es sitzen wieder mehr Frauen als Männer in meiner Vorlesung. Ich finde es gut, wenn Frauen, bevor sie später Haus und Herd hüten, ein bisschen was für ihre Allgemeinbildung tun. Das kommt schließlich auch den Kindern zugute, wenn Mami nicht ganz unwissend ist“. Ich wäre ihm am liebsten in dem Moment mit dem nackigen Hintern ins Gesicht gesprungen. Heute weiß ich, dass er recht hat.
Universitäten sind riesige Aufbewahrungsanstalten für Frauen, die während des Studiums im Jeans-Laden jobben und nach dem Studium halbtags immer noch Jeans verkaufen, um die Zeit bis zum Heiraten zu überbrücken. Eventuell wird halbherzig noch ein Job angenommen, von dem sie vorher schon wissen, dass sie die Probezeit nicht überstehen werden. In der Probezeit wird dann so lange gezetert, geweint und auf Burn-out gemacht, dass Schatzi daheim irgendwann Mitleid hat und sagt: „Ach, bleib du doch daheim“.
Wenn Frauen zuhause bleiben und Kinder groß ziehen, halte ich das für eine ehrenwerte Sache. Doch die meisten Frauen haben leider keine Ahnung von und leider auch gar kein Interesse an einer guten, soliden Erziehung. Daran sind auch die Scheiß-68er schuld, die im Grunde keine Zeit für ihre Blagen hatten, weil sie BH-wedelnd und Pseudo-echauffiert an jeder Demo teilgenommen haben, und die Kinder haben machen lassen, was sie wollten. Erziehen –wenn man es ernsthaft und richtig betreibt – ist ein Fulltime-Job und anstrengend. Kinder machen lassen, was sie wollen, ist einfach. Und wenn man seinen Kindern Input geben will, ist das auch anstrengend. Vor solchen Frauen (oder mittlerweile auch Männern) habe ich echten Respekt. Das Dumme ist nur: Davon gibt es zu wenig.
Dummheit ist das Stichwort, auf das ich eigentlich schon ganz zu Anfang eingehen wollte: In 10 bis 20 Jahren wird man auf dem Arbeitsmarkt als unterdurchschnittlich intelligenter, begabter und ausgebildeter, junger Mensch hervorragende Chancen haben. Warum? Weil das Gros der heutigen jungen Leute so dämlich ist, dass man es kaum aushalten mag. Ein Nachmittag in der Innenstadt einer mittelgroßen, deutschen Stadt bei strahlendem Sonnenschein, beweist meine These. Lauscht man in den Umkleidekabinen oder Cafés den Gesprächen junger Menschen, gruselt es einen. Schaut man sich die Erwachsenen von morgen dazu noch an, weiß man nicht, ob man lachen oder sich ebenfalls gruseln soll. Als ich am Ende nach Hause in meinen kleinen Vorort fuhr, war ich das erste Mal seit Jahren für die Zukunft optimistisch. Dann habe ich für einen kurzen, gruseligen Moment jedoch gedacht: Wenn in 10, 20 Jahren aber nun ALLE so sind wie die? – Verdammt!
die jugend von heute liebt den luxus, hat schlechte manieren und verachtet die autorität. sie widersprechen ihren eltern, legen die beine übereinander und tyrannisieren ihre lehrer. – sokrates -
Hey!
Ich dachte mal, ich hinterlasse einfach mal einen Eintrag zu Deiner Webseite. Ist dir wirklich hervorragend gelungen. Ich nutze auch seit ein paar Monaten WordPress, steige aber noch nicht so ganz durch. Nun, eine super Seite und gute Arbeit, weiter so :-)