Man beobachtet mich. Seit ein paar Wochen schon. Seit diesem Vorfall hängen sie konspirativ vor meiner Wohnung ab und schauen vielsagend. Kein Zweifel: Die hecken was aus. Rache ist ihr Antrieb.
Vor ein paar Wochen habe ich eine Möwe entdeckt, deren Flügel nur noch an ein paar Fasern hing. Während alle glotzend dran vorbei gefahren sind, habe ich die Polizei gerufen. Die meinten: „Da kümmern wir uns drum“. Als ich wissen wollte, was genau das heißt, herrschte zunächst Stille im Rohr, und dann: „Was willst du jetzt hören?“. Wenn ich jetzt drüber nachdenke, hätte ich in dieser Situation einfach nur glaubhaft angelogen werden wollen. So was, wie: „Die bringen wir zum Vogel-Doktor, dann wird alles wieder gut“, hätte ich geglaubt. Glauben wollen.
Stattdessen fühlte ich mich als Verräterin, Mörderin und so weiter. Manfred, der Täuberich fiel mir dann wieder ein, den ich auf dem Fenster-Sims gesund gepflegt hatte. Gut, nur damit er wenig später tot und ziemlich zerrupft ein paar Straßen weiter lag, aber immerhin. Ich hatte wieder für gleiche Bedingungen in der göttlichen Ordnung gesorgt. So, wie ich es auch mit jeder Fliege mache, die sich in meine Wohnung verirrt. Erst heute habe ich wieder drei Stück eingefangen und in die Freiheit entlassen.
Seit dem Tag der Möwe, nahm das Unheil seinen Lauf. Zuerst zeigte mir eine Möwe, was sie von so viel Meuchel-Mord hielt, indem sie mir auf den Kopf kackte. Dann kreiste eine Gang am Strand unaufhörlich über mir. Dann ließ sich eine (wohl der Anführer) fünf Meter von mir entfernt nieder und stakste in meine Richtung. Ich flüchtete.
Seit dieser Zeit sitzen sie wie bei Alfred Hitchcock überall. Schaue ich aus dem einen Fenster, sitzen sie auf dem Nachbarhaus, gehe ich zur anderen Seite, sitzen sie auch dort und schauen mich vorwurfsvoll an. Schaue ich nach vorne raus: Sitzen sie auf der Wiese. Es ist zum irre werden.
Eine saß sogar auf meinem Auto und ich fragte: „Was wollt ihr von mir? Es tut mir leid. Es war ein Fehler. Verzeiht mir doch!“ Die Möwe schaute mich abschätzig an. Fast schien es mir, als grinse sie. Da hörte ich hinter mir die Stimme meines Nachbarn: „Äh, alles in Ordnung?“ Jetzt trau ich mich gar nicht mehr raus…
Ja kenn ich…Kölner Dom die Sonne brennt…nur noch ein Platz frei rund um den Dom…mhhh warum setzt sich denn da keiner hin & warum gucken die alle immer nach oben VOR dem hinsetzen…seltsames Volk die Kölner…ich setz mich mal…”pppfffffftttthhhh” Danke du ARSCH-DOM-TAUBE!