Kennen Sie noch das Spiel: „Dreh‘ dich nicht um, der Plumpssack, der geht um“? Das ist ein bisschen so wie „Schwarzer Peter“ nur mit durch die Gegend laufen. Zwangsläufig musste ich in den vergangenen Tagen immer öfter an dieses Spiel denken. Hinter Oliver Bierhoff türmen sich ja nun ganze Plumpssack-Generationen und er wird sie nicht wieder los. Stattdessen hört er immerfort das wenig schmeichelhafte Medienecho: „Den braucht keiner“, „Raffzahn“, „Verlogenes Shampoo-Model“ und viele mehr charmante Eindeutigkeiten in dieser Richtung. Fußball-Deutschland ist undankbar. Jahrelang dümpelte man nichtsnutzig vor sich hin und feierte einen Vorrundensieg über Usbekistan wie einen Sechser im Lotto. Gern erinnerte man sich an die goldenen Zeiten mit Andi Köpke, Jürgen Klinsmann und natürlich Oliver Bierhoff. Da aß man noch Duplos und Hanutas in rauen Mengen, um sich die Wohnung flächendeckend mit Fußball-Bildchen zu bekleben. Als der Jürgen uns dann wieder flott und das Sommer-Märchen für uns klar machte, hätte man ihm alles gezahlt nur damit er bleibt. Er ging. Doch bevor es hieß „Deutschland: Ein Tränenmärchen“, krempelten Jogi und Bierhoff die Ärmel hoch. Zwanziger und Co. war das nur recht. Nur einer grämte sich derweil wie Rumpelstilzchen im Hintergrund und fühlte sich als Fußball-Philosoph bis heute übergangen. – Nein, die Rede ist dieses Mal nicht von Lothar Matthäus. – Mein Opa hat einst im altehrwürdigen Westfalen-Stadion gesagt: „Unter tausend Roten, gibt es nur einen Guten. Und Mathias Sammer ist es nicht“. Recht hatte er …
anjejackert.de
Die is ja völlisch anjejackert, wa?