Neulich grüßte mich jemand aus der Menge souverän mit Vornamen. So etwas hasse ich und halte ich zudem auch für Klugscheißerei. Ich weiß ja schließlich, wie ich heiße. Und die Tatsache, dass derjenige das weiß, soll wohl deutlich machen, wie beeindruckend groß seine Speicherkapazität im Frontlappen ist. Das nennt man dann wohl Gehirn-Quartett… -Regelmäßig stellen mich solche Situationen jedoch vor ein und dasselbe Problem: Wie heißt derjenige, der da so ein superbes Namensgedächtnis hat? Und was stimmt mit meinen Synapsen nicht?
In solchen Situationen verweile ich dann erst einmal bei einer neutralen Anrede, bis ich die Vornamensschublade öffne. In dieser befinden sich meist drei bis fünf Vornamen. Das heißt, wenn jemand Christian heißt, assoziiere ich –keine Ahnung warum- mit diesem Vornamen auch gleichzeitig Christoph und Markus. Und wenn ich diesen Christian dann irgendwann mal wieder treffe, dann überlege ich, welcher von den drei Namen nun seiner sein könnte.
Ganz schlimm ist die Schublade für Nico, Benjamin, Thorsten, Fabian und Stefan. Jemand, der so heißt und mit mir entfernt bekannt ist, darf nicht zürnen, wenn ich es zum wiederholten Male nicht auf Anhieb schaffe. Ähnlich ist es bei Julia, Anna und Sophia (oder Sophie). Katharina, Bianka und Maria sind auch nicht viel besser.
In der Grundschule hatte ich fünf Freundinnen, die folgendermaßen hießen: Christina, Christina, Christin, Christine, Christiane. –Ich glaube, dass diese frühe Namens-Konfusion der Verwirrung den Weg bis heute geebnet hat. Namensschildchen würden das Leben bedeutend einfacher machen…
Nachnamen sind nicht immer hilfreich. In einem netten burgenländischen Weinort heißen 75% der Bevölkerung entweder Haider, Tschida oder Fleischanderl. Man mag spekulieren wie es dazu kam. Aber die Chance ist wahnsinnig groß dass bei einer Gemeindeversammlung gleich eine ganze Reihe aufsteht, wenn man zB Herrn Tschida ruft.
An der anderen Sache ist übrigens die Christianisierung schuld, die damals zum Ziel hatte, dass alle Gläubigen und Nichtgläubigen Christian/e heißen sollten…
du must dir deine bekanntschaften im pennymarkt-milieu suchen, die tragen alle immer namensschildchen, da kann nichts schiefgehen!
ich hatte übrigens 4 nacheinander folgende boyfriends mit namen “christian”. das war praktisch und mehr als ein hattrick! : )
peinlich wirds, wenn der ex deiner schwester christian und ihr nun angetrauter christoph heißen…und man dann als trauzeugin einfach mal “du christian…” raus haut….
naja, er nimmt es ja gott sei dank mit humor;-)
das war mir SO peinlich!
Ich fand es töffte!Passiert der Mutti auch noch oft…Ich sag ja auch öfter Ronja statt Laura zu Dir!;)
Ach so ich mag KEINE :
Katjas und Christinas!
japp-die zwei mag ich unbekannterweise ooooch nicht….