Wer hat noch keins, wer möchte noch eins? – In einem thüringischen Dorf werden seit neustem Schlaglöcher verkauft, und die gehen –laut Bürgermeister- weg wie warme Semmel.
So mancher Autofahrer hat die kleinen Untiefen im Straßenbelag schon regelrecht lieb gewonnen und möchte nun für das zahlen, was ihm und seinem fahrbaren Untersatz Monate lang unendliche Freude bereitet sowie unvergessliche Riesen-Slalom-Abfahrten im olympischen Sinne beschert hat. Und die Gemeinde ist ihrerseits glücklich, dass die Bürger für das zahlen, was ansonsten ins städtische Portemonnaie riesen Löcher gerissen hätte. Zum Spottpreis von nur 50 Euro bekommt man sein ganz persönliches und anheimelndes Schlagloch. Doch nach eigenem Gusto kann man diese kleinen Straßenabgründe keineswegs gestalten.
Stattdessen wird der sanierte Straßenabschnitt mit einer Plakette inklusive Wunschaufschrift versehen. Toll! Mein Vorschlag: „Ich habe beides gefüllt: Ein Schlag- und ein Haushaltsloch. –Man tut eben was man kann…“ – Die Griechen könnten so viel von uns lernen!