Es gibt Sendungen, bei denen möchte man am liebsten vergessen, dass man einen Fernseher hat. Bei Heidi Klums Suche nach dem deutschen Top-Model ist das zum Beispiel der Fall.
Seit drei Wochen flimmert dieser unsägliche Sch….wieder über den Bildschirm. Mit einer Stimme wie Minnie-Maus auf Helium, banal-sinnlosen Geschicklichkeitsspielen und sinnentleerten Weisheiten, an deren Entstehung wohl kaum eine einzige Synapse im Groß- und Kleinhirn beteiligt war, malträtiert uns die Vorzeige-Deutsche nun wieder die nächsten Wochen. Dieses Mal im Gepäck: Zwei Männer, die garantiert noch dämlicher als der ganze drömmelige Rest, der vor und hinter der Kamera kreucht und fleucht, sind. Wenn der eine, bebrillte Herr mit knarziger Stimme spricht und dabei seine fettigen Haare mit einer kurzen Bewegung nach hinten schmeißt, kann man nur vermuten, was da gerade im Oberstübchen abgeht: Die Erbse routiert wie wild. Mehr nicht. Aber auch nicht weniger.
Die Erbse hält den Laden am Leben. Der andere taub-stumme verfügt hingegen lediglich über eine amtliche Hohlraumversiegelung. Das reicht heutzutage fürs Fernsehen. Im Sandkasten hätte man zu den drei intellektuellen Voll-Waisen vermutlich “Bestimmer” gesagt. Und das mit gutem recht. Sie bestimmen und nur in dieser Funktion können sie ihrem Dasein eine Daseinsberechtigung abtrotzen. Mehr nicht. Weniger geht nicht.
Dem Ganzen wird eigentlich nur noch von den Kandidatinnen, die brav den Anweisungen von Oberst Heidi Klum folgen, die harsch „Disziplin, Disziplin, Disziplin“ fordert, die Krone aufgesetzt. Disziplin ist natürlich absolut wichtig. Aber was die jungen Damen darüber hinaus unbedingt brauchen ist etwas ganz anderes: Einen IQ unter 60, wenig Selbstwertgefühl, keine Aussichten auf eine geregelte Arbeit oder Ausbildung, den Hang zum Exhibitionismus und ein Alter, das möglichst unter 16 Jahren liegt. – Schöne, neue Medienwelt!